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CHIMÆRA
Aktuelle Photokunst aus Mitteleuropa
Herausgegeben von T.O. Immisch und John P. Jacob
Der Name ist Programm: Chimæra als (mythisches) Ganzes, verschmolzen
aus Lebewesen verschiedensten Ursprungs.
Angesehene Fachleute aus der Slowakei, Polen, Ungarn, Tschechien,
Österreich und Deutschland standen vor der Aufgabe, repräsentative
Arbeiten aus ihrem Land für die gleichnamige Ausstellung in Halle
und Bratislava auszuwählen. Dabei entstand eine Sammlung, der
es gelingt, verschiedene künstlerische Richtungen vor dem Hintergrund
eines zusammenwachsenden Europas der Jahrtausendwende zueinander
in Beziehung zu setzen. Überraschend (und die Stärke des Bandes)
ist die Heterogenität der Arbeiten, denn sie öffnet den Blick
für Parallelen, Abhängigkeiten, Wechselwirkungen und Unterschiede
zwischen den nationalen und künstlerischen Eigenarten Chimæra
als Sinnbild für den Versuch, die zeitgenössische mitteleuropäische
Photokunst zu beschreiben.
Durch die Darstellung in Werkzyklen schafft das Buch gleichzeitig
eine Möglichkeit, die einzelnen Künstler genauer kennenzulernen.
Der notwendige Verzicht auf Breite wird jedoch durch die größere
Intensität mehr als ausgeglichen.
Insgesamt wurde dieser Band zu einer vorzüglichen Standortbestimmung
und einem Wegweiser für künstlerische Photographie in unserer
Zeit.
192 Seiten mit 164 teils farbigen Abbildungen, Broschur, 29,90 €
ISBN 3-928833-97-9 |
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Arno Fischer
Photographien
Herausgegeben von T.O. Immisch und Klaus E. Göltz
Mit Texten von Jutta Voigt und Andreas Krase
Erinnert sich noch jemand an die DDR-Modezeitschrift »Sibylle«,
monatliche Pflichtlektüre der fleißigen Vestis-Näherin ebenso
wie dem westdeutschen Sammler von Kulturkuriosa? Auf einem Feld,
wo die Verwalter des Mangels die Richtung vorgaben, mußten ästhetische
Komponenten Chic, Stil, Glaubwürdigkeit retten, was nicht
zu retten war. Die Ikone der östlichen Modefotografie hieß seit
den frühen Sechzigern Arno Fischer.
Gerade siebzig Jahre alt geworden, zählt Fischer unter den Fotografen
des neuen Deutschlands »zu den bekanntesten Unbekannten« (»Die
Zeit«). Von 1983 bis Anfang der 90er Jahre an der Leipziger Hochschule
für Grafik und Buchkunst als Lehrbeauftragter tätig, ab 1990 auch
an der FH Dortmund, ist er nach den Worten von Janos Frecot, Leiter
der Photographischen Sammlung der Berlinischen Galerie, wohl eher
»ein Mythos. Man kennt von ihm zu wenige Bilder.« Neben seinen
»Sibylle«-Arbeiten sind das vor allem die zwischen 1974 und 1988
bei Volk&Welt erschienenen Bildbände über Polens Hauptstädte,
Delhi, Leningrad und New York, letzterer mit einem Text von Heiner
Müller. |
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Im vorliegenden Buch, entstanden zur Personalausstellung November
1997/Januar 1998 in Halle, sind nun an die 100 Schwarzweiß-Fotografien
ausgewählt, Schnappschüsse sowohl als auch scheinbar arrangierte
Porträts (New York); der Glamour fehlt ganz, selbst Gréco, Plissetzkaja
oder Dietrich wird keine Möglichkeit zum Image gegeben. Dagegen
unbeschwert plakativ die Ost-/Westberlin-Eindrücke aus den 50er
Jahren, auch in der Gegenüberstellung. Lesenswerte Gesichter in
jedem Fall, erst 1989 schwindet das Interesse an der Tiefe, und
die Symbole herrschen (Silvester, VoPo).
Für »Sibylle«-Nostalgiker ist im Begleittext von Andreas Krase
noch einmal das seinerzeit schönste Leinwand-Terzett zwischen
Arkona und Fichtelberg abgebildet: Angelica Domröse, Annekathrin
Bürger, Jutta Hoffmann, existentialistisch schwarz gewandet und
kritisch dreinblickend, wie das eben nur ein DDR-Star konnte.
160 Seiten, zahlreiche Duoton-Abbildungen, schön gebunden, Leinen Schutzumschlag, 34,90 €
ISBN 3-928833-93-6 |
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Witkacy
Metaphysische Portraits
In den frühen zwanziger Jahren suchte Stanislaw Ignacy Witkiewicz,
kurz Witkacy genannt, neue Wege, um das »intuitive Bild« einer
Person treffender festzuhalten. Das veranlaßte ihn, sich mit der
spontanen oder »automatischen« Zeichnung zu beschäftigen oder
unter dem Einfluß von Rauschmitteln zu arbeiten. Einige dieser
Experimente fanden im Rahmen seiner »Portrait-Firma« statt. »Als
Besitzer einer großen Firma, die Visagen-Typen produziert, das
heißt als psychologischer Porträtist, habe ich den Fehler, daß
die menschliche Visage mich auf ganz unheimliche Weise interessiert.
Normalerweise mußte ich immer, wenn ich auf die Straße ging, jedes
Gesicht registrieren, in mich aufnehmen, schnell verdauen, definieren
und auskotzen ...«. Angetrieben wurde Witkacy dabei von dem Impuls,
»die eigene Existenz deutlicher zu manifestieren, vor dem Hintergrund
des Todes und des umfassenden Nichts«.
»Wir sind es nur seit langem gewohnt, spätestens seit Mitte des
19. Jahrhunderts, die Geschichte der künstlerischen Avantgarden
nur von den Entwicklungen in den Metropolen her zu datieren. Das
erklärt die Verspätung von Entdeckungen, es zeigt auch die Fragwürdigkeit
eines derartig geopolitisch und strategisch vorgeschriebenen Avantgardebegriffs.
Vielleicht ist die Verständnislosigkeit gegenüber den teilweise
vergilbten Fotos vergleichbar der zurückgenommenen nationalen
und lokalen Rolle eines Karl Valentin in diesem Jahrhundert in
München.«
(Rolf Lobeck, Freitag)
Nach erfolgreicher Ausstellung in München und Halle werden Witkacys
Fotografien im April in New York und ab Herbst 1998 in Chicago
zu sehen sein.
140 Seiten mit 120 Abbildungen, schön gebunden, Fadenheftung, Schutzumschlag, 14,95 €
ISBN 3-928833-98-7 |
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Matthias Leupold
Die Schönheit der Frauen
Photographische Freilichtstudien
Mit Texten von Karl Corino und T.O. Immisch
Matthias Leupold, geb. 1959, arbeitet und lebt in Berlin, ist
Meisterschüler der Hochschule der Künste.
»Matthias Leupold hat schon als Junge er ist Sohn eines Filmausstatters
bei der DEFA erlebt, wie optische Wirklichkeit inszeniert wird,
wie nichts dem Zufall überlassen wird. Dies würden andere Photographen
von Profession teilweise wahrscheinlich auch für sich geltend
machen (man denke nur an den mondän-frivolen Helmut Newton oder
an Jeanloup Sieff). Was jedoch Leupold Methode geworden ist und
ihn von seinen Kollegen unterscheidet, ist, daß er Fertigware,
Bildwelten der Jahrhundertwende, aus der ?Gartenlaube?, oder fünfzig
Jahre später, aus einer Kunstausstellung der DDR oder nun bei
seinem jüngsten Projekt ?Die Schönheit der Frauen?, aus einer
alten Sammlung von Akt-Studien, zur Vorlage nimmt und sie nachstellt.
Man könnte auch sagen ihnen nachstellt wie der Jäger dem Wild.
Durch den Versuch, das alte Material auf seine Weise, mit sorgfältig
ausgewählten Modellen, in kalkuliertem Ambiente zu reproduzieren,
will er dem Geheimnis dieser Bilder auf die Spur kommen.«
(Karl Corino: »Matthias Leupold Der Gestalter«)
88 Seiten mit Duotonabbildungen, Text deutsch/englisch, schön gebunden mit Schutzumschlag, Fadenheftung
vergriffen, keine Nachauflage
ISBN 3-928833-43-X |
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Gerda Leo
Photographien
1926-1932
Herausgegeben von Klaus Göltz und T.O. Immisch
Erstmals wird in diesem Band das Gesamtwerk der Photographin Gerda
Leo (1909-1993) vorgelegt. Gerda Leo war in den 20er Jahren verheißungsvolle
Schülerin und Assistentin Hans Finslers an der Kunstgewerbeschule
Burg Giebichenstein in Halle, dem »anderen Bauhaus«. Auf der legendären
Ausstellung »Film und Foto« im Jahr 1929 sorgte sie mit ihren
Arbeiten für Furore. Das vorliegende Buch entstand anläßlich der
großen Werkschau Gerda Leos in der Galerie Moritzburg Halle und
ist ein bemerkenswerter Beitrag zur Geschichte des »Neuen Sehens«
der zwanziger Jahre.
128 Seiten, 340 Duoton-Abbildungen, schön gebunden mit Schutzumschlag, Fadenheftung, 14,95 €
ISBN 3-928833-27-8 |
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Peter Thieme/Wolfgang Hilbig
Plagwitz
Ein Foto-Lesebuch
Reihe Fotografie 1
Remake des Klassikers als auf 99 Exemplare limitierte Vorzugsausgabe,
signiert, numeriert und mit einem beigelegten Originalfoto von
Peter Thieme
»Plagwitz, ein Leipziger Stadtteil und noch vielmehr Industriegebiet,
eines der ältesten deutschen Fabrikviertel überhaupt, erscheint
uns heute wie ein Museum. Als Industriestandort uninteressant
geworden, mit Wohnhäusern, deren Bausubstanz seit ihrer Errichtung
um die Jahrhundertwende ständigem Braunkohledreck ausgesetzt blieb,
mit Straßen, die eher für Pferdefuhrwerke angemessen scheinen,
mit einem biologisch fast toten Kanal ist ein Zustand eingetreten,
der Plagwitz häufig nur noch in punktuell nostalgischen Geschichten
lebendig werden läßt.«
(Verlagsankündigung 1992)
»Vor einem Jahrzehnt mußte es gewesen sein, daß von Plagwitz aus
noch ein letzter Zug abging, in Richtung Pegau, in Richtung Zeitz
oder rückwärts in Richtung Gaschwitz, von dort aus weiter nach
Altenburg; es war eine im Verlauf vieler Jahre niemals völlig
erloschene Illusion; als wäre es einmal, im Zeitraum eines Menschengedenkens,
doch möglich gewesen, in der Nacht, nach Abfahrt aller Züge, Leipzig
zu verlassen ... von Plagwitz aus, das wie die abstoßende Endstation
eines unnah-baren Häusermeeres war.«
(Wolfgang Hilbig in: »Plagwitz. Abfahrt und Ankunft«)
Inzwischen hat der Bauboom der Nachwende die Strukturen von Plagwitz
nachhaltig verändert. Elster-Passage und Elster-Park überstellen
obiges Zitat der Nostalgie. Um so notwendiger schien uns, das
Foto-Lesebuch »Plagwitz« wieder der Öffentlichkeit zugänglich
zu machen als architektur- und industriegeschichtliches Zeitdokument.
116 Seiten, 51 Duoton-Abbildungen, Leinen, schön gebunden, Fadenheftung, 95, €
in Vorbereitung
ISBN 3-928833-05-7 |
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Wieckhorst, Karin/Igel, Jayne-Ann
Ostberlin 1983-1986
Ein Foto-Lesebuch
Reihe Fotografie 2
Mit Texten von Barbara Köhler und Jayne-Ann Igel
64 Seiten, 47 Abbildungen, Broschur
vergriffen, keine Nachauflage
ISBN 3-928833-02-2 |
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Morgenstern, Stephan
Connewitz
Ein Foto-Lesebuch
Reihe Fotografie 3
Mit Texten von Reinhard Bernhof, Thomas Böhme, Volker Braun, Adolf
Endler, Fritz Rudolf Fries, Wolfgang Hilbig, Bernd-Lutz Lange,
Andreas Reimann, Lene Voigt u.a.
88 Seiten, 48 Duoton-Abbildungen, Broschur
vergriffen, keine Nachauflage
ISBN 3-928833-13-8 |
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Falk Brunner/Fritz Rudolf Fries
Leutzsch
Ein Foto-Lesebuch
Reihe Fotografie 4
»Leutzsch als Heimat in der Heimat. Als Teil dieser Stadt, doch
mit eigener Identifikation. Engste Umgebung der Vertrautheit,
Kindheit, Geborgenheit. ?Leipzig hat viele Vororte, aber nur ein
Leutzsch?, konnte man dieser Tage in der Volkszeitung lesen. Was
ist das, mein Leutzsch? Ein Ort auf dem Mond, ein Nirgends? Leutzsch
als Phantasieland, als geistige Lebensform? Gefüllt mit Sehnsucht,
räumlich und zeitlich Weggezogener? Verdrängte oder selektierte
Erinnerung, Kulisse ideal vergangener Zeiten? Man baut es auf,
steigert sich hinein in ein Bild, ein Ideal, das man Heimat nennt.«
(Falk Brunner)
64 Seiten, 42 Duoton-Abbildungen, Broschur
vergriffen, keine Nachauflage
ISBN 3-928833-25-1 |
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Diese Seite wurde zuletzt am 28.08.2005 überarbeitet. |
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