Zeitgenössische Kunst
 

      

Klaus Elle und Fritz Franz Vogel
ELLE

Dieses Buch dokumentiert umfassend die 15jährige vielseitige Arbeit des Hamburger Künstlers Klaus Elle; es entstand als Gemeinschaftsprojekt Elles mit dem Schweizer Buchgestalter Fritz Franz Vogel, die sich und ihre Arbeiten seit 1985 kennen.

Die Autoren wollten den geistig-schöpferischen Entwicklungsprozeß Elles, die Suche nach eigener Identität, das Ringen um subjektive Wahrheit grafisch gestalten. Dabei geht es um das Verständnis von Glücks- und Leiderfahrungen und das Erwachsen von eigenständigen Visionen aus einer differenzierten Erkenntnis von Wirklichkeit. Die verschiedenen bildnerischen Ausdrucksformen werden hierbei als ideale Reflexionsflächen verstanden, um die Komplexität der eigenen Wahrheitsfindung darzustellen und schließlich daraus größere Zusammenhänge ableiten zu können.

Im Buch sind größere Fotoprojekte wie »Meine Sprache der Fotografie«, die Serie »Zivilisation«, die Mappe »Wirre Köpfe« sowie die Arbeiten »Erleuchtungen« und »Welt-Bilder« versammelt. Autobiografische Texte, theoretische Statements und Tagebuchnotizen flankieren den Bildteil; außerdem ziehen Fotoüberzeichnungen als seismografische Wahrnehmungsfelder des Künstlers einen differenzierten Spannungsbogen zwischen Erlebnis und Darstellung.

Die formale Gliederung und das Layout des Buches orientieren sich vorrangig an den biografischen Daten von Klaus Elle; zugleich wird in dieser Weise ein Stück deutsch-deutscher Geschichte präsent, die ihren Anfang in der alten DDR hat. Entstanden ist ein eigenwilliges Kunst-Lesebuch, das trotz und wegen seiner visuellen und geistigen Präsenz begeistert.

224 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Halbleinen, gebunden, 24,90 €
ISBN 3-928833-94-4

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Moritz Götze
Station to Station

Mit Texten von Rüdiger Giebler, Klaus Görner und Christoph Tannert

Katalog zur Ausstellung in New York und Miami

112 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, schön gebunden im Schutzumschlag, 14,95 €
ISBN 3-928833-99-5

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Moritz Götze
Aus meinem Leben

In kurzen Umrissen dargestellt von G. Westermann und R. Giebler
3. durchgesehene und wiederum vermehrte Auflage

»Moritz Götze ist die Ausnahme unter den halleschen Volxkünstlern. Gegen den Grauschleier hallescher Heimatmaler hat ihn sein Bekenntnis zu ungebrochenen Komplementärfarben frühzeitig imprägniert.

Seine Realitäten sind zweidimensional gestapelt, schattenfrei, sehr bunt und am Himmel fliegende Zeppeline. Wo immer die grelle Leere droht, wird die Stratosphäre mit Ornament gefüllt. Seine Figuren bestechen durch die dynamische Rasanz altägyptischer Körpersprache. [...]

Eine der besonderen Stärken Götzes ist die unverfrorene Ignoranz gegenüber dem erlernbaren graphischen Brauchtum. Er hat sich perfektioniert in der gekonnten Mischung von Stilmitteln, deren Gebrauch bei den Professionellen im Revier Übelkeit hervorruft. Doch die Pop-art ist nicht tot und Andy Warhol nicht umsonst gestorben. ?Die Enkel fechten's besser aus?, sagt sich der Moritz und entwickelt ein Panoramabild der spätbürgerlichen (r)Evolution. Eine objektive Berichterstattung durch professionellen monumentalen Dilettantismus.
Und es wird einem klar, daß die Postmoderne nichts wert ist, wenn sie keinen Spaß macht. Seine Bilder sind der unbegrenzte Ausfluß von Tagträumen. Götze kennt Schaffenskrisen zum Glück genausowenig wie ein Automechaniker.«
(Rüdiger Giebler im Vorwort)

102 Seiten mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen, Broschur, 12,90 €
ISBN 3-928833-96-0

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Moritz Götze
Das Heimatmuseum

Dieses Buch erschien anläßlich der gleichnamigen Ausstellung in der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle und der Vergabe des Förderpreises für bildende Kunst Sachsen-Anhalt 1996 an Moritz Götze.

126 Seiten mit 120 teils farbigen Abbildungen, broschiert, 10,– €
ISBN 3-928833-95-2

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Daniel Herrmann
Happy End Ohne Ende

Digitale Arbeiten

In seiner reinsten Form, quasi unreflektiert, tritt uns das Happy End als permanenter Schluß des amerikanischen Mainstream-Kinos entgegen. Nach mehr oder weniger vorhersehbarer Handlung ist das ebenso vorhersehbare Ende immer dasselbe: Die anfängliche Idylle wird wieder hergestellt, Ordnung und Sicherheit als Konstanten des bürgerlichen Lebens sind als strukturierte Elemente wieder an ihren angestammten Platz gesetzt.

So biedermeierlich diese »modernen« Vorstellungen von (wiederherzustellendem) Glück sind, so irrational sind sie. Der weniger schwerwiegende Einwand ist sicherlich der, daß im »normalen Leben« das Happy End eher nicht vorkommt. Gegensatz zur Realität zu sein ist das Anliegen von Kunst, man möchte fast sagen, die einzige definierbare Differenz. Schwerer wiegt, daß man das Wissen um das Happy End (Gefahr und glückliche Auflösung) verdrängen muß, um in den emotionalen Genuß einer vorprogrammierten Handlung zu kommen. Und selbstverständlich ist der Versuch einer Übertragung filmischer oder literarischer Harmonie- und Glückskonstrukte auf unser »normales Leben« regelmäßig zum Scheitern verurteilt. Aus diesem Scheitern resultiert wiederum ein Bedürfnis nach Happy End – ohne Ende und in stetiger Rekursion.

Daniel Herrmanns Medienkunst führt einen Diskurs um den Begriff des Happy Ends, muß aber in der Konsequenz ihres Themas eine endgültige Position verweigern - wenn man den Begriff der Absurdität außer acht läßt. So entstand eine Bild-Sammlung, die durch ihre Offenheit und Vielschichtigkeit fesselt; Vergnügen kann man allerdings nicht erwarten ...

34 Seiten mit teils farbigen Abbildungen, Ringheftung, 11,– €
ISBN 3-928833-89-8

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Diese Seite wurde zuletzt am 28.08.2005 überarbeitet.