Belletristik
 

 

TIPPGEMEINSCHAFT 2010
Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig
Herausgegeben von Tobias Amslinger und Diana Feuerbach
Mit einem Vorwort von Ulf Stolterfoht

Die »Tippgemeinschaft 2010« versammelt Texte von 36 Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig: Prosa, Lyrik, Dramatik und Essayistik.

Die Autoren sind: Florian Adamski, Konstantin Ames, Tobias Amslinger, Anke Bastrop, Hannes Becker, Kilian Bode, Julia Dathe, Jörn Dege, Johnny Eck, Roman Ehrlich, Michael Felker, Constantin Göttfert, Roman Graf, Olga Grjasnowa, March Höld, Choleda Jasdany, Judith Keller, Sascha Kokot, Christian Kreis, Isabelle Lehn, Kai Gero Lenke, Laura Lichtblau, Wolfram Lotz, Sascha Macht, Janko Marklein, Kerstin Preiwuß, Gerald Ridder, Eva Roman, Jens Rudolph, Kathrin Schadt, Anjo Schwarz, Michael Spyra, Andreas Stichmann, Katharina Stooß, Henriette Vásárhelyi, Mirko Wenig.

»Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass solche Gedichte nur in einem Umfeld gedeihen können, wie es exemplarisch das Leipziger Institut bietet. Die Konzentration aller Beteiligten, Professoren, Dozenten, Studierenden, auf eine Sache, »für die die gesellschaftliche Anerkennung gering ist« (Oskar Pastior), und der nicht abreißende Austausch darüber  das scheint mir vor allem eine Idee zu befördern: Schreiben ist etwas sehr Wichtiges, und es liegt verdammt noch mal an dir, dies mit deinen Texten immer wieder neu unter Beweis zu stellen. Das mag pathetisch klingen, ist es wohl auch, nichtsdestotrotz ist es (festhalten, bitte!): WAHR!« (Ulf Stolterfoht)

Klappenbroschur, 220 Seiten, 14,– €
ISBN 978-3-937799-44-5

  

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Kurt Tucholsky/Kaspar Hauser
Die verkehrte Welt

Herausgegeben von Wolfgang U. Schütte
Mit Illustrationen von Karl Holtz

Eine Wiederentdeckung aus dem Jahr 1922: »Die verkehrte Welt« erschien unter Tucholskys Pseudonym Kaspar Hauser. In einprägsamen Knittelversen, begleitet von den Zeichnungen Karl Holtz’, wird hier nach Art der Bänkelsänger die »verkehrte Welt«, in der Unterdrückung und Ausbeutung herrschen, vorgestellt. Die kopfstehende Welt wird überspitzt geschildert und der Leser aufgefordert, sich für eine neue Gesellschaftsordnung einzusetzen.

32 Seiten, Englisch Broschur, 12,– €
ISBN 978-3-937799-41-4

  

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Dieter Zimmer
Für’n Groschen Brause.

Ein Familienroman

Mit einem Vorwort von Erich Loest,
Fotografien von Karl Heinz Mai
und einer Nachbemerkung des Autors

Erweiterte Neuausgabe

Thomas, der 10jährige Held dieses turbulenten Familienromans, wächst in den frühen 50er Jahren in Leipzig auf. Für ihn ist das Leben in der vom Krieg noch gezeichneten und im sozialistischen Aufbau begriffenen Stadt ein großes Abenteuer. Doch auch mit den Schattenseiten und Absurditäten der jungen DDR wird er konfrontiert: dem politischen Druck von Schule und Hauswart, dem ständigen Mangel an Fahrradreifen, Käsecreme-Ecken und Kaugummi, dem »Wegmachen« von Freunden und Verwandten. Als die Enteignung der traditionsreichen Puddingpulverfabrik der Familie droht und auch der Vater seine Tätigkeit als Händler heißbegehrter Mangelwaren aufgeben muß, scheint die Flucht in den Westen über die durchlässige Grenze nur noch eine Frage der Zeit zu sein …

Dieter Zimmer erzählt mit viel Herz und Humor ein Stück deutscher Geschichte. »Für´n Groschen Brause« erschien erstmals 1980, im Westen Deutschlands avancierte es schnell zum Bestseller und wurde 1983 verfilmt. In der DDR jedoch blieb das Buch bis 1989 ein verbotenes, jedoch häufig geschmuggeltes, heimlich gelesenes und weitergereichtes Lesevergnügen. Der Klassiker liegt nun erstmals in einer erweiterten Neuausgabe vor.

Über den Autor:
Dieter Zimmer wurde 1939 in Leipzig geboren, 1953 flüchtete er mit seiner Mutter nach West-Berlin. Nach dem Studium der Germanistik und Publizistik wurde er Fernsehreporter beim Südwestfunk, später beim ZDF. Von 1973 bis 1977 war er Studioredakteur der heute-Sendung, danach wechselte er in die Hauptredaktion Innenpolitik, in der er von 1984 bis 2002 für den Bereich Dokumentation und Reportage verantwortlich war. Ab 1981 moderierte er das Wahlstudio des ZDF. 1988 wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis mit Gold ausgezeichnet. Dieter Zimmer ist Autor zahlreicher Romane und Sachbücher zu deutsch-deutschen und zeitgeschichtlichen Themen. Er lebt mit seiner Familie in Wiesbaden.

West-Berlin! dachte Thomas: Das hieß Kaugummi, RIAS, Schokolade, Pack die Badehose ein, Insulaner, Hertha BSC, Apfelsinen, Wegmachen. Leipzig hieß: Bruno-Plache-Stadion, Rosental, Zoo, Großeltern, Thomaskirche, Fußballspielen, Firma, Tauchscher, Pferdeäpfel, Scherbelberg, Straßenbahn. Und Leipzig hieß auch: sich auskennen, nicht fragen müssen, nicht suchen müssen.

288 Seiten, schön gebunden mit Schutzumschlag, mit Fotografien, 18,90 €
ISBN 978-3-937799-36-0

  

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Tippgemeinschaft 2009
Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig
Mit einem Vorwort von You-Il Kang

Herausgegeben von Anke Bastrop, Wolfram Lotz und Johanna Maxl.
Gestaltet von Andreas Dürer und Maurice Göldner.

Die »Tippgemeinschaft 2009« versammelt Texte von 49 Studierenden des DLL: Prosa, Lyrik, Dramatik, Essays und Texte in graphischer Form.

Die Autoren sind: Florian Adamski, Tobias Amslinger, Anke Bastrop, Hannes Becker, Kilian Bode, Urban Comploj, Julia Dathe, Jan Decker, Dorothee Elmiger, Carl-Christian Elze, Franz Friedrich, Mara Genschel, Constantin Göttfert, Sarah Alina Grosz, Jasmin Herold, Tobias Hipp, March Höld, Sarah Iwanowski, Anja Kampmann, Judith Keller, Oliver Kluck, Bettina Knoth, Sascha Kokot, Petra Maria Kraxner, Christian Kreis, Christina Maria Landerl, Henriette Frieda Amanda Langer, Benjamin Lauterbach, Isabelle Lehn, Kai Gero Lenke, Laura Lichtblau, Wolfram Lotz, Maja Ludwig, Sascha Macht, Anna-Elisabeth Mayer, Peter Menard, Kerstin Preiwuß, Gerald Ridder, Eva Roman, Kathrin Schadt, Kristina Schilke, Anna Schnatz, Christian Schulteisz, Katharina Schwanbeck, Andreas Stichmann, Katharina Stooß, Katja Thomas, Simon Urban, Mirko Wenig

»Die ›Tippgemeinschaft‹ ist ein aufwendiges Non-Profit-Projekt, geschrieben und gestaltet von Studierenden, mit sehr viel Liebe zum Detail. Beeindruckendes Werk« (Slanted Magazine)

Weitere Informationen gibt es unter http://www.dll-tippgemeinschaft.de

Broschur, 300 Seiten, 12,– €
ISBN 978-3-937799-39-1

  

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Tippgemeinschaft 2008
Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig
Mit Vorworten von Josef Haslinger und Tobias Hülswitt.

Herausgegeben von Anke Bastrop, Roman Ehrlich und Lennart Sakowsky.
Mit Illustrationen von Andreas Dürer.

Die »Tippgemeinschaft« präsentiert in ihrer neuesten Ausgabe 36 literarische Texte verschiedener Genres und poetologische Essays Studierender des Deutschen Literaturinstituts Leipzig.

Mit Texten von: Bettina Andrae, Tobias Amslinger, Anke Bastrop, Julia Dathe, Jan Decker, Roman Ehrlich, Carl-Christian Elze, Diana Feuerbach, Franz Friedrich, Tina Ilse Gintrowski, Olga Grjasnowa, Sarah Alina Grosz, Johanna Hemkentokrax, March Höld, Bettina Knoth, Sascha Kokot, Christian Kreis, Alexander Langer, Henriette Langer, Benjamin Lauterbach, Johanna Maxl, Anna-Elisabeth Mayer, Nannina Matz, Beate Mitzscherlich, Thomas Pletzinger, Kerstin Preiwuß, Charlotte Roos, Verena Roßbacher, Ulrike Almut Sandig, Kathrin Schadt, Anna Schnatz, Christian Schulteisz, Katharina Schwanbeck, Anjo Schwarz, Tobias Sichert, Katja Thomas, Simon Urban, Mirko Wenig

»Tippgemeinschaft ist alles andere als ein Gemeinschaftstipp; sie zeigt das ganze Spektrum, die disparatesten Spielarten von Dichtung und Prosa, die unterschiedlichsten Schreibtemperamente und ein qualitatives Potential, das die Literatur bereichert, nicht nur um eigenwillige und geglückte Texte, sondern ebenso um deren Autoren, die nur eins miteinander teilen: den Mut sie selbst zu sein und den eventuell noch größeren, sie selbst zu werden.« (Katja Lange-Müller)

Weitere Informationen gibt es unter http://www.dll-tippgemeinschaft.de

Broschur, 350 Seiten, 12,– €
ISBN 978-3-937799-32-2

  

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Wolfgang U. Schütte
Die Wölfe

Auf den Spuren eines Leipziger Verlages der »goldenen« zwanziger Jahre &
Gemeinsame Bibliographie von Verlag Die Wölfe, Verlags- und Versandbuchhandlung »Die Wölfe« (Anna Wolf) und Panoptikum Verlag C. Wolf.

»Daß einer dieser Kleinverlage nunmehr der Vergessenheit entrissen wurde, ist dem unermüdlichen Forschen Wolfgang Schüttes zu danken … [Er] hat die Darstellung seiner Spurensuche nach Arthur Wolf und seinem Verlag mit 97 Abbildungen illustriert und eine Bibliographie angefügt, die Aufschluß gibt, was bei »Die Wölfe« und Nachfolgern insgesamt erschienen ist. Das Personen- und Sachregister beschränkt sich erfreulicherweise nicht auf Seitenverweise, sondern vermittelt bei vielen Personen zugleich wichtige Informationen. Aus alledem hat Jochen Busch für die Connewitzer Verlagsbuchhandlung ein Büchlein gestaltet, das den Inhalt dieser für die Verlagsgeschichte Leipzigs und der Linken wichtigen Publikation eine adäquate historische Form gibt.«

Edmund Schulz in »Leipzigs Neue« Nr. 6/2000

»An Wolfgang U. Schüttes Arbeitsstil imponiert das Festhalten an einmal gewählten Themen, oft über Jahrzehnte hinweg. Meist widmet er sich Autoren und Graphikern der linken Szene, deren Wirken in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann, und die oftmals Außenseiter des kulturellen Lebens waren. Häufig fängt er da an, wo die meisten Forscher kapitulieren. …
Weil über den Verlag nichts bekannt war, begann Schütte die Suche. Die detektivische Arbeit des Materialsammelns … war so aufregend, daß Schütte sie zum Leitfaden seiner Darstellung machte. Das scheinbar periphere Thema führte ihn allmählich zu zentralen Fragen, die über die Leipziger Lokalszene weit hinaus reichen. Er konnte die verwobene Geschichte der Wolfschen Firmen … rekonstruieren und ihre Verzahnung mit anderen Unternehmen und Organisationen der linken Szene der Weimarer Republik aufdecken … Eine große Anstrengung leistete er bei der Erstellung der Verlagsbibliographie, in der die Zeitschriften und Almanache analytisch erschlossen und selbst angekündigte, aber nicht realisierte Titel verzeichnet werden. Sie bildet die Grundlage für eine kritische Betrachtung des Verlagsprogramms …«

Carsten Wurm in »Marginalien« Nr. 1/2001

104 Seiten mit 97 Abbildungen, Broschur, 16,– €
ISBN 3-928833-72-3

  

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Becke, Julius
Really the Blues
Eine Jugend 1927–1948

Julius Becke, geboren 1927, erzählt die Geschichte seiner Kindheit und Jugend in Leipzig, im Kriegseinsatz und in der Gefangenschaft. Beckes Jugend im bürgerlichen Umfeld der 30er Jahre ist geprägt vom Leben im Nationalsozialismus; der Blues wird zum Freiraum abseits von HJ und Volksgemeinschaft.
Unverwechselbar wird dieses Buch durch die Erzählkunst des Autors, dessen spröde Prosa die autobiographischen Mosaiksteine zur Geschichte einer Generation zu verbinden weiß.

»Julius Beckes Erinnerungen habe ich gleich gelesen, und ich bin noch immer mitgenommen, irritiert und verblüfft von raschen, suchenden Sätzen, einer ungeduldigen wie ratlosen Erinnerungsbewegung: dazu läßt sich kein Nachwort schreiben.«

Peter Härtling

120 Seiten, schön gebunden im Schutzumschlag, Fadenheftung, 14,90 €
ISBN 3-928833-88-X

  

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»… wie Brausepulver im Nachtgeschirr«
Ein Porträt der vorwiegend ungemütlichen Wochenschrift »Der Drache« 1919–1925

Herausgegeben von Monica und Wolfgang U. Schütte

Mit Beiträgen von Jan Altenburg, Hans Bauer, Fritz Hampel, Max Herrmann-Neiße, Erich Kästner, Klabund, Walter Mehring, Hans Reimann, Joachim Ringelnatz, Max Schwimmer, Kurt Tucholsky, Lene Voigt, Erich Weinert u.a.

Der »Drache« erschien als satirische Wochenschrift mit Unterbrechungen vom Oktober 1919 bis zum April 1925 in Leipzig. Sein Begründer und langjähriger Herausgeber Hans Reimann verstand es, einige der bedeutendsten deutschen Satiriker und Journalisten seiner Zeit für die Mitarbeit zu gewinnen. So gelang es ihm, das Blatt zu einem anspruchsvollen linken Sprachrohr zu formen, welches früh die Zeichen der Zeit erkannte und mit Witz und Tiefe Stellung bezog. Die versammelten Autoren wie Bruno Apitz, Erich Kästner, Walter Mehring, Joachim Ringelnatz, Joseph Roth, Kurt Tucholsky, Lene Voigt oder Erich Weinert machen den »Drachen« jedoch auch zu einer literarischen Fundgrube, deren Bedeutung weit über das Lokale hinausgeht. Der hier angezeigte Band unternimmt den Versuch, einige der interessantesten »Drachen«-Beiträge zusammenzutragen und somit ein wichtiges Zeitdokument der 20er Jahre wieder zugänglich zu machen.

426 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, schön gebunden, Leinen, Fadenheftung, 22,– €
ISBN 3-928833-37-5

Der Drache

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Vom jüngsten Tag
Ein Almanach neuer Dichtung

Fotomechanischer Nachdruck der zweiten, veränderten Ausgabe 1917 im Kurt Wolff Verlag
Mit einem Nachwort von Klaus Schuhmann.
Texte von Johannes R. Becher, Georg Heym, Franz Kafka, Else Lasker-Schüler, Georg Trakl, Walter Hasenclever, Franz Werfel u.a.
Bildbeigaben von Bernhard Hoetger und Oskar Kokoschka

»Es sollen die stärksten Einheiten heutiger Dichtungen in einem neuen Unternehmen vereinigt werden, das nicht mehr an der Gebundenheit von Zeitschriften leiden wird.?Der jüngste Tag? soll mehr als ein Buch sein und weniger als eine Bücherei: er ist die Reihenfolge von Schöpfungen der jüngsten Dichter, hervorgebracht durch das gemeinsame Erlebnis unserer Zeit. In einzelnen zwanglosen Folgen werden [...] Werke jener Dichter erscheinen, deren Gestalt im Rahmen dieses neuen Geistes notwendig ist. [...] ?Der jüngste Tag? begrenzt sich mit keiner Clique, mit keiner Freund- noch Feindschaft, mit keiner Stadt und mit keinem Land. Er wird deshalb, getreu dem Spiegel seines Wortes, versuchen, alles notwendige zu sammeln, das ihm, aus der Stärke des Zeitlichen heraus, ewiges Dasein verspricht.
Wir bitten das Sortiment, unser Bemühen, junge, starke Dichter durchzusetzen, tatkräftig zu unterstützen.«
(aus dem Prospekt des Kurt Wolff Verlages, 1913)

»Zu entdecken ist eine Anthologie, die selbst schon wieder der Literaturgeschichte angehört, in der sie Maßstäbe setzte.«
(Thomas Rietzschel, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

312 Seiten, schön gebunden, Fadenheftung, 19,90 €
ISBN 3-928833-19-7

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Bernd Jentzsch
Flöze

Schriften und Archive
1954–1992

Der Dichter und Germanist, Herausgeber der Lyrik-Reihe »Poesie-Album« und jetzige Direktor des Deutschen Literaturinstitutes in Leipzig legt mit diesem Buch nicht nur einen Abriß seines Schaffens, sondern auch eine detailreiche subjektive Literaturgeschichte der DDR vor.

»Flöze ist, in allem, vor allem DDR-Heimat-Kunde, ist die Deutschstunde des Bernd Jentzsch. Keine Lesart, sondern die Art des Lebens in der DDR und damit die DDR werden deutlich. Das Buch geht gegen die Stimmungen der Zeit als eine Stimme der Zeit, die nicht überhört werden sollte.«
(Bernd Heimberger, Neue Zeit)

356 Seiten, schön gebunden, Leinen, Fadenheftung, 19,90 €
ISBN 3-928833-22-7

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Bernd Schirmer
Cahlenberg

Ein großes Buch über ein verlorenes Land, die Sehnsucht, die Natur und die Liebe

»Cahlenberg ist ein Ort, oder eine Gegend, ich weiß es nicht. Niemand weiß es, nicht einmal Thierfelder. Cahlenberg, sagen manche, ist eine Landschaft, irgendwo im Norden, zwischen Wäldern und Seen, eine Moränenlandschaft. Aber keiner von allen, mit denen ich in den letzten Monaten gesprochen habe, war je in Cahlenberg. Später, viel später sagte Thierfelder: Cahlenberg ist das andere. Cahlenberg ist die Sehnsucht. Cahlenberg ist die Vergeltung und die Rache. Aber da war Thierfelder schon schwermütig. Curt Clawohn dagegen sagte: Cahlenberg ist ein Versuch. Cahlenberg ist der letzte Versuch. Doch Clawohn neigt seit jeher zu Übertreibungen. Auch ist er zynisch.«

»In seiner DDR-Aussteiger-Parabel ›Cahlenberg‹ beweist Bernd Schirmer subversiven Humor, Erfindungsreichtum und konstruktive Leichtigkeit. Ein so hübscher Aphorismus wie ?Die Realität ist der Himmel der Phantasielosen? wirkt da nicht sentenzenhaft aufgesetzt, sondern nur wie der Schlußpunkt einer langen, einer traurigen Geschichte.«
(Ulrich Weinzierl, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

180 Seiten, schön gebunden, Leinen, Fadenheftung, 16,90 €
ISBN 3-928833-24-3

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Dieter Beckert & Jürgen B. Wolff
Das Hanebuch von 1984

Die brachialromantische Urfaust oder
Das Ende der Lebertranen-Dynastie
Mit sachdienlichen Abbildungen von Jürgen B. Wolff

Die als »Duo Sonnenschirm« beim breiten Publikum bekannten und berüchtigten Artisten Beckert/Wolff legen mit dem »Hanebuch von 1984« einen Klassiker der deutschen Literatur seit 1984 vor. Die Handlung beginnt und endet im XXXV. Jahr der Lebertranen-Dynastie. Der Schornsteinfeger Hans Schlot wird des Mordes an der Kanistergattin Paola Ferner-Lieven beschuldigt und ins Unterbutterungsgefänge geworfen. Mit Hilfe einer fliegenden Fahne gelingt es ihm und seinem Mitgefangenen, dem unverbesserlichen Terroristen Bomben-Manne, den Duckbrettern und Preßstempeln des Oberunterbutterers zu entkommen. Zusammen mit dem Wahlschlitzer, der Liedermache Tamara Stahlhelm-Karatschi und anderen Geschädigten der Lebertranen-Dynastie wollen sie Rache nehmen. Aus technischen Gründen müssen sämtliche Personen unaufhörlich Lieder singen, die so oder ähnlich um die Ecke kommen:

Im düstern Auge keine Träne,
wir dackeln zur Urne
und fletschen die Zähne.
Dies Kreuzchen ist für dich, Konospe,
wir hoffen, daß es dir gefällt.
Der Schreiner hat's gehobelt,
der Maler hat's lackiert,
wir haben's im Gedenkhain
für dich aufgestellt –
wir wählen, wir wählen ...

368 Seiten, 50 Abbildungen, schön gebunden, Leinen, Fadenheftung, mit CD, 14,– €
ISBN 3-928833-44-8

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Ulrich Hölzer
E zählung

Erzählungen

Ulrich Hölzer, geboren 1959 in Leichlingen, lebt in Köln und war Mitarbeiter der Zeitschrift SPEX. »E zählung« ist seine erste Buchveröffentlichung und schon ein wundervoller Erzählband über die Mysterien des Alltages. Ob Modellautos, Hausgemeinschaften, Computer oder Fernsehserien – Hölzer entlockt seinen Stoffen eine atemberaubende Dynamik, die in Verbindung mit dem subtilen Witz seiner Sprache das Hinterfragen liebgewonnener (und oftmals absurder) Gewohnheiten zu einem wahren Vergnügen macht.

Leseprobe – Ulrich Hölzer: Babbel’on

116 Seiten, Broschur, 12,90 €
ISBN 3-928833-15-4

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Friedrich Nietzsche
Schopenhauer als Erzieher

Die Druckvorlage dieser Ausgabe von Nietzsches dritter »Unzeitgemäßer Betrachtung« ist der Erstdruck von 1874; dieses Büchlein – Nietzsche selbst hielt es immer für seinen persönlichsten Text – hat in Deutschland nie den ihm gebührenden Platz, nie eine hinreichende Aufmerksamkeit gewinnen können. Es ist als Einzelausgabe seit 1931 in Deutschland nicht wieder aufgelegt worden.

116 Seiten, Broschur, 10,– €
ISBN 3-928833-26-X

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der rabë
des rabën Wunderhorn

Comix, Strips + Bonustrax

der rabë: geboren 1968, Drucker, Theatermaler, Gefreiter, Grafiker, Autor. Seit 1989 Veröffentlichungen in verschiedenen regionalen und landesweiten Publikationen. Dir abgedruckten Strips aus »Die Andere Zeitung (DAZ)« u.a. sind »… ein schönes Beispiel dafür, daß von der ›Heldenstadt Leipzig‹ nicht nur unsägliche Montagsdemos und verquaste Bürgerrechtler bekannt werden müssen« (Michael Rudolf, Kowalski) und ein inzwischen melancholisch stimmendes Zeitdokument.

48 Seiten, Broschur, 6,90 €
ISBN 3-928833-17-0

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Diese Seite wurde zuletzt am 28.02.2010 überarbeitet.