Das Jahr 1997

      

Trotz widriger Umstände im krisengeschüttelten Lande ein gutes und produktives Jahr. Veranstaltungshöhepunkt ist wie im Vorjahr der Auftritt von Harry Rowohlt, der im angrenzenden Hansa-Haus vor rund 500 Zuhörern einen 6stündigen Lesemarathon absolviert und eigene sowie fremde Werke darbringt.

Im Verlag erscheinen mehrere Kunstbände. Die Zusammenarbeit mit dem aufstrebenden Hallenser Künstler Moritz Götze beschert die Bücher »Aus meinem Leben«, »Das Heimatmuseum« und »station to station«.

Klaus Elle und Fritz Franz Vogel geben den experimentellen Fotoband »Elle« heraus, die Bücher »Chimæra«, »Witkacy«, und Arno Fischers »Fotografien« sind das Ergebnis von Co-Produktionen mit der Staatlichen Galerie Moritzburg sowie Galerien aus München und New York.

Aus der Reihe »Was nicht im Baedeker steht« erscheinen »Das Buch von der Riviera« von Erika und Klaus Mann, »Das Buch von Hamburg« von Hans Harbeck und »Das Buch von Berlin« von Eugen Szatmari.

Anschließend an den Erfolgstitel des Vorjahres geht erstmals das »Leipziger Fußball. Jahrbuch 1996/97« an den Start, kurz vor Weihnachten erfreut Jens Fuges zweiter Teil von »Ein Jahrhundert Leipziger Fußball« das Publikum.

Eine Beteiligung an dem Verlagsprojekt der »Poetischen Boegen« bringt neben der Herausgabe von elf hoffnungsvoll produzierten Gedichtbänden viel Kritik anläßlich der Mitarbeit des Herausgebers Sascha Anderson. Der im Frühjahr mitgegründete Verein »Freunde der Poesie« erweist sich als unglücklicher Versuch der Literaturförderung. Als geglückt betrachtet werden kann die Unterstützung der Lene-Voigt-Gesellschaft, die häufig ihre Veranstaltungen in der Buchhandlung durchführt.

Die Hallenser Filiale SIC wird zum Jahresende aus Konzentrationsgründen geschlossen, die dortigen Mitarbeiter machen sich mit Leipziger Hilfe selbständig.

Gäste 1997: Patricia Duncker, Arnulf Conradi, Harry Rowohlt, Herbert Rosendorfer u.a.

 
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